Nutzenorientierte Zusammenkunft oder verbindende Gemeinschaft? Was bringt gemeinschaftliches Wohnen?

In Zeiten von Kämpfen um Wohnraum und zunehmender Vereinsamung Mitgliedern verschiedener Gesellschaftsgruppen kann gemeinschaftliches Wohnen vielen Betroffenen nützlich sein. Es besteht die Möglichkeit, erschwingliche Wohnfläche zu erhalten, ohne dafür unverhältnismäßige Summen an profitorientierte Immobiliengiganten zahlen zu müssen. Dazu profitieren potentielle Bewohner von einer freien Auswahl der künftigen Wohnpartner. Doch wie viel davon ist realistisch und wie viel Wunschdenken? Hat gemeinschaftliche Wohnen in der Praxis eine Chance?

Welche Vorteile bietet gemeinschaftliches Wohnen?

Die Vorteile für gemeinschaftliches Wohnen liegen erst einmal auf der Hand:

  • günstigerer Wohnraum durch gemeinschaftliche Nutzung bestimmter Flächen
  • Auswahl des sozialen Umfelds im Alltag
  • meist niedrigere Mieten durch gemeinnützige Vermieter-Vereine
  • teilweise Unterstützung durch Kommunen
  • Entgegenwirken zu sozialer Vereinsamung
  • Projektverwirklichung durch die Bewohner

Doch inwiefern sind diese Vorteile auch in der Realität greifbar?

Die Zusammensetzung verschiedenster Altersgruppen, Bildungsschichten und sozialer Herkünfte kann einige Hindernisse beinhalten. So sind häufig die Vorstellungen der Bewohner vom gemeinsamen Projekt verschieden und es muss ein Konsens gefunden werden. Da sich die Bewohner allerdings im Regelfall die Wohngemeinschaft selber aussuchen, sind auch die Ideale häufig identisch. Das vereinfacht den Prozess der Konsensfindung in der Praxis enorm.

Außerdem ist vielerorts die Unterstützung durch die kommunalen Behörden nicht direkt gegeben. Dies wird allerdings von Zeit zu Zeit immer besser, sodass es mittlerweile immer mehr Gemeinden gibt, die derartige Projekte des gemeinschaftlichen Wohnen gerne unterstützen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es beim gemeinschaftlichen Wohnen zwar einige Hürden gibt, diese aber in den meisten Fällen durch die Beteiligten bewältigt werden können. Hier spielt auch die immer mehr zunehmende Unterstützung der Gemeinden eine wichtige Rolle.

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