Innovative Wohnkonzepte: Wo liegt der Trend?

Wenn es um das Wohnen geht, so gibt es hier die klassischen Varianten. Wie die Mietwohnung, das Ein- oder Mehrfamilienhaus. Doch gerade wenn es um das Wohnen geht, gibt es heute durch innovative Wohnkonzepte Veränderungen beim Wohnen.

Leben im mobilen Haus

Eine dieser innovativen Wohnkonzepte steht hierbei in Verbindung mit dem Minimalismus. Hierbei gilt der Grundsatz nur das zu besitzen und zu verbrauchen, was man unbedingt braucht. Und diese Lebensweise macht sich auch beim Wohnraum bemerkbar. Hier reicht die Bandbreite vom Wohnen in einem fest oder mobilen Tiny-Häuser, das leben in einem Wohnwagen in kleinen Wohnungen. Gerade Tiny-Häuser haben je nach Modell eine Größe von 6 bis 20, 25 qm². Gerade diese kleinen Häuser die überwiegend auf einem mobilen Anhänger aufgebaut werden, erlauben eine große Freiheit. Da man sein Haus jederzeit beim Standort verändern kann, da man hier entsprechend mobil ist. Auf der anderen Seite hat man aber auch nur für das wirklich notwendigste Platze.

Wohnung mit Gemeinschaftsräume

Es gibt aber mittlerweile auch kleine Wohnungen, die meist nur aus einem sehr kleinen kombinierten Wohn- und Schlafbereich sowie einem Badezimmer besteht. Um aber trotzdem genug Platz zu haben, weisen solche Häuser Gemeinschaftsräume aus. Sei es Gemeinschaftsräume zum verweilen, zum kochen oder aber auch Gästezimmer. Diese Gemeinschaftsräume kann man entweder frei nutzen oder zusätzlich je nach Bedarf noch zusätzlich mieten. Hinter den innovativen Wohnkonzepte stehen oftmals eine Vielzahl von unterschiedlichen Motiven, wie:

  1. Persönliche Freiheit
  2. Leben in der Gemeinschaft
  3. Eigentum zu besitzen
  4. Möglichst wenig zu besitzen
  5. Teilen mit anderen Menschen
  6. Umweltschutz

um nur ein paar der möglichen Motive zu nennen.

Nutzenorientierte Zusammenkunft oder verbindende Gemeinschaft? Was bringt gemeinschaftliches Wohnen?

In Zeiten von Kämpfen um Wohnraum und zunehmender Vereinsamung Mitgliedern verschiedener Gesellschaftsgruppen kann gemeinschaftliches Wohnen vielen Betroffenen nützlich sein. Es besteht die Möglichkeit, erschwingliche Wohnfläche zu erhalten, ohne dafür unverhältnismäßige Summen an profitorientierte Immobiliengiganten zahlen zu müssen. Dazu profitieren potentielle Bewohner von einer freien Auswahl der künftigen Wohnpartner. Doch wie viel davon ist realistisch und wie viel Wunschdenken? Hat gemeinschaftliche Wohnen in der Praxis eine Chance?

Welche Vorteile bietet gemeinschaftliches Wohnen?

Die Vorteile für gemeinschaftliches Wohnen liegen erst einmal auf der Hand:

  • günstigerer Wohnraum durch gemeinschaftliche Nutzung bestimmter Flächen
  • Auswahl des sozialen Umfelds im Alltag
  • meist niedrigere Mieten durch gemeinnützige Vermieter-Vereine
  • teilweise Unterstützung durch Kommunen
  • Entgegenwirken zu sozialer Vereinsamung
  • Projektverwirklichung durch die Bewohner

Doch inwiefern sind diese Vorteile auch in der Realität greifbar?

Die Zusammensetzung verschiedenster Altersgruppen, Bildungsschichten und sozialer Herkünfte kann einige Hindernisse beinhalten. So sind häufig die Vorstellungen der Bewohner vom gemeinsamen Projekt verschieden und es muss ein Konsens gefunden werden. Da sich die Bewohner allerdings im Regelfall die Wohngemeinschaft selber aussuchen, sind auch die Ideale häufig identisch. Das vereinfacht den Prozess der Konsensfindung in der Praxis enorm.

Außerdem ist vielerorts die Unterstützung durch die kommunalen Behörden nicht direkt gegeben. Dies wird allerdings von Zeit zu Zeit immer besser, sodass es mittlerweile immer mehr Gemeinden gibt, die derartige Projekte des gemeinschaftlichen Wohnen gerne unterstützen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es beim gemeinschaftlichen Wohnen zwar einige Hürden gibt, diese aber in den meisten Fällen durch die Beteiligten bewältigt werden können. Hier spielt auch die immer mehr zunehmende Unterstützung der Gemeinden eine wichtige Rolle.